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ID: 5854   |  veröffentlicht am: 26.05.2021   |   Hits: 497
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Vom Prinzen, der nicht mehr essen wollte


Wir möchten Ihnen gerne ein Märchen aus dem fernen Libanon erzählen. Zur Einstimmung in unsere Welt aus tausend und einer Nacht.

Es ward einst, im fernen Libanon, ein prunkvolles Schloss gewesen und dem Königspaar wurde ein kleiner Prinz geboren. Er erhellte das ganze Schloss mit seinem Lachen und sein treuester Weggefährte war ein kleiner weißer Schimmel, der ebenfalls zur selben Zeit geboren wurde. Estoril, der Schimmel und Redouane, der kleine Prinz erlebten sehr viele Abenteuer zusammen. Tagsüber saßen sie gerne am Meer und fischten fangfrische Fische, die sie der Schlossköchin dann für das Abendmahl brachten oder sie ritten durch die Prärie. Der kleine Prinz Redouane war immer das, was man im Volksmund als „appetitreichen Esser“ bezeichnete. Estoril hingegen labte sich gerne an Hafer und leckeren Möhrchen und Zuckerstücken.

Als die Jahre ins Land zogen und der kleine Prinz volljährig wurde, trag sein Vater, der König an den jungen Mann heran und legte ihm nahe, dass es an der Zeit war, ins heiratsfähige Alter zu kommen. Redouane wollte davon nichts wissen. Viel lieber verköstigte er sich und spielte mit seinem getreuen Pferdefreund Estoril. Auch Estoril riet seinem Freund in Menschengestalt, doch an eine hübsche Prinzessin zu denken aber Redouane blieb beharrlich auf seiner Meinung, eine Frau würde ihre Freundschaft nur stören. So war der König sehr über seinen Erstgeborenen und einzigen Sohn enttäuscht. Es trug sich zur selben Zeit zu, dass eine neue Magd in die Dienste der Königsfamilie treten sollte. Sie hatte langes schwarzes Haar, welches so schön wie Zedernholz war und duftete wie eine Rose im Morgentau. Der Prinz erblickte die Schönheit und sah durch ihre rehbraunen Augen das weite Meer rauschen und horchte in ihre Seele hinab. Die Magd war etwas peinlich berührt durch des Prinzes Blicke und errötete. DIE sollte es sein – und keine andere. Der Prinz Redouane trat also zu seinem Vater hin und verkündete ihm, dass er die neue Küchenmagd heiraten wollen würde. Der König, unverständlich über die so viel Frechheit seines Sohnes, als Königssohn eine „dahergelaufene Wald- und Wiesenmagd“ ehelichen zu wollen, begann sodann, fürchterlich zu toben und zu poltern. Er sagte seinem Sohnemann, dass er die Magd aus der Küche nie und nimmer heiraten werde und er sich an die Standesgesellschaft und seinen Rang halten solle.

So lud der König und die Königin zum großen Brautschau-Ball ein. Es kam alles, was Rang und Namen hatte. Prinzessinnen aus dem ganzen Land eilten auf prunkvollen Kutschen mit Lakaien herbei und eine war schöner als die andere. Je schöner die Prinzessin, desto hässlicher ihr Charakter. Estoril blieb neben dem Prinzen beharrlich stehen und testete die Reaktionen der Mädchen ab. Die eine sagte sogar, dass ein Pferdetrampel wohl nichts auf einem Ball zu suchen hatte. Estoril ließ es sich nicht nehmen, dieser „ehrenwerten Prinzessin“ ein Häufchen auf ihre Schuhe zu legen, die dadurch die Blamage des Abends war. Sie tobte und wetterte und drohte Estoril, ihn zu Salami verarbeiten zu lassen. So ging es unseren Freunden an diesem Abend.

Redouane trat an seinen Vater heran und sagte ihm, dass er fortan aufhören werde zu essen und so lange einen Hungerstreik machen würde, bis er ihm die Erlaubnis erteilen würde, die Magd Namens Lilia kennenlernen und heiraten zu dürfen oder er würde mit Lilia das Königreich umgehend verlassen und sich ein Restaurant aufbauen – gemeinsam mit ihr und ohne die Eltern aber mit Estoril im Gefolge. Der König nahm die Reden seines Sohnes leider nicht für bare Münze und tat es als Spinnerei eines jungen Prinzen ab. Er ließ die Magd Lilia zu sich rufen und ermahnte sie, sie solle dem Redouane keine schönen Augen mehr machen, wenn ihr ihr Leben und ihre Stelle in der Schlossküche lieb sei. Lilia fürchtete sich jedoch nicht und ließ Redouane jedoch erstmal in Frieden. Heimlich schlich sie sich mit einem Bund leckerer Karotten zu seinem besten Freund, dem Schimmel Estoril in den Stall und beriet sich mit ihm. Sie streichelte seinen Rücken und bürstete ihn und ließ zu, dass er seinen Kopf an ihr rieb. Sofort waren sich die beiden einig, dass sie den Prinzen vor dem sicheren Hungertod retten mussten, denn er war bereits bedenklich abgemagert. Somit packte die Magd ein ordentliches Körbchen an lauter leckeren libanesischen Speisen zusammen und sattelte Estoril. Estoril wieherte seinen üblichen Codex und der Prinz Redouane staunte nicht schlecht, als er in den Stall trat, um zu sehen, was Estoril denn begehrte. Er sah seine Lilia hoch zu Ross und anscheinend waren sich Estoril und Lilia sehr verbunden und er sah auch das Körbchen. Er wusste nicht so recht, wie ihm geschehen sollte und ließ sich von seinen Freunden ans Meer tragen, wo sie sich im Sande auf eine Decke setzten, und der ausgehungerte Redouane erstmal kräftig zulangte. Ein langer Kuss mit seiner schönen Magd Lilia besiegelte das Nachtmahl. So hörte er der schönen Frau zu, wie sie ihm von einem Land erzählte, das so schön war, wie er sich das nie erträumt hätte und die drei Freunde waren in Aufbruchsstimmung. Noch in derselben Nacht ritten sie in ein fernes Land, lange vor unserer Zeitrechnung und machten dort gemeinsam ein libanesisches Restaurant auf, welches allen Menschen offenstand und welches an Gastfreundschaft und Herzlichkeit nicht zu überbieten war. Sie heirateten und bekamen zwei entzückende Zwillingskinder. Dies jedoch, ist eine andere Geschichte.

The End

Und wenn Ihnen unser Märchen gefallen hat, lassen Sie sich gerne von uns im Restaurant Palace verwöhnen und kommen Sie in den Genuss unserer bezaubernd magischen Welt aus Gewürzkompositionen und Liebe zum Detail. Erleben Sie eine Märchenwelt auf dem Teller.

Das Team vom Restaurant Palace freut sich auf Sie.